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Deutsch-Bulgarische Vereinigung in Bayern e.V.Das Gesicht Bulgariens in München

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Bericht des Vorstands bei der Mitgliederversammlung 2012 am 23.05.2012

Liebe Mitglieder,

meinen Bericht am Ende der zweijährigen Amtsperiode des Vorstands 2010-2012 möchte ich wie stets mit einem Dank an meine Mit-Vorstände beginnen. Der Vorstand hat in dieser Besetzung sechs Jahre für die Vereinigung gewirkt, zielgerichtet, engagiert und focussiert auf Bulgarien. Weil wir alle an einem Strang gezogen haben, gelang es unser abwechslungsreiches Veranstaltungsangebot zu planen, vorzubereiten und zu verwirklichen. Jeder im Vorstand hat dazu beigetragen. Jeder und jedem danke ich hier dafür herzlich. Hervorheben möchte ich mit einem besonderen Dank aber die eher zurückhaltende, aber höchst effektive Arbeit der Geschäftsführerin der Vereinigung, Frau Vanya Petkova.

Die Arbeit des „alten“ Vorstands geht mit dem heutigen Tag zu Ende, denn er wird sich in dieser Zusammensetzung und Funktionsverteilung nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Frau Claudia Willerding zieht sich nach exakt 16 Jahren als Schriftführerin zurück, bleibt dem Verein aber mit ihrem Mann als Mitglied verbunden. Frau Radka Krasteva gibt ihr Amt als Beisitzerin weiter, sie bleibt auch im Verein. Ich werde nach zwölf Jahren im Vorstand, davon die vergangenen zehn Jahre als „Präsident“, die Seiten wechseln und mich in wenigen Minuten als künftiger Schriftführer zur Wahl stellen. Herzlichen Dank zum Abschied aus dem Vorstand für alles Geleistete Dir, liebe Claudia, und Dir, liebe Radka.

Mittelpunkt aller Veranstaltungen ist thematisch Bulgarien. Leider kommt das schöne Land wirtschaftlich und sozial nicht voran. Der Abstand zu den EU-Staaten Mittel- und Westeuropas vergrößert sich sogar wieder. Bulgarien ist mit 44% des Durchschnittseinkommens der EU nach wie vor Schlusslicht. 42% der Bevölkerung sind von sozialer Ausgrenzung oder Armut bedroht, unter „erheblicher materieller Entbehrung“ leiden 35% der Menschen, vor allem die Rentner, die Alleinerziehenden und fast alle Roma, zusammen 3,2 Millionen. Das sind keine Zahlen aus den 90er-Jahren, sondern stammen von „eurostat“ vom Februar 2012! 16% aller Bulgaren im arbeitsfähigen Alter haben seit 1990 ihre Heimat verlassen – und 20% haben zur Zeit (veröffentlicht von „Duma“ im März 2012) den Wunsch, das ebenfalls zu tun.

Die „Deutsch-Bulgarische Vereinigung in Bayern e.V.“ half auch 2011, Familien mit behinderten Kindern zu helfen. Spenden der Bulgarischen Schule in München und von Mitgliedern (oder durch sie initiiert) summierten sich 2011 auf fast 2.200 €. 1.640 € wurden für medizinische Behandlungen behinderter bulgarischer Kinder in München oder finanzieller Unterstützung ihrer Mütter während des Aufenthalts 2011 aus dem Spendenvolumen ausgegeben.

Die Mitgliederzahl der Vereinigung steigt erfreulicherweise. Aktuell beträgt sie 97, zwei mehr als vor einem Jahr. Hinzu kommt eine „Spenden-Mitgliedschaft“.

Die DBV hat seit der letzten Mitgliederversammlung sieben Veranstaltungen angeboten, an denen (wie im Jahr zuvor) rund 350 Besucher teilnahmen. Sie hat Kulturelles und Musikalisches, Wirtschaftliches und Historisches - alles mit bulgarischem Bezug – und zwei Filme präsentiert. Besonderen Anklang fand auch das 2. Grillfest. Hervorheben möchte ich die erneute gelungene Zusammenarbeit mit der Südosteuropa-Gesellschaft, die wir – das ist bereits vereinbart – Anfang 2013 fortführen werden.

Ein Satz schon an dieser Stelle zur ausgezeichneten Finanzlage. Zum Jahresende 2011 standen – unter Ausklammerung des Spendenbestandes – rund 2.000 € für künftige Aufgaben der Vereinigung zur Verfügung.

Auf unserer Internetseite werden Sie häufig schon früher als „normal“ über Themen und Termine unserer Veranstaltungen informiert. Andere Ereignisse mit bulgarischem Bezug, die in Bayern stattfinden, stellen wir unter der Rubrik „Kulturtipps“ vor. Mit einem geringen Beitrag als Sponsor können Mitglieder und Nicht-Mitglieder auf ihre Firmen als unsere „Partner“ aufmerksam machen.

www. deutsch-bulgarische-vereinigung.de

Liebe Mitglieder, ich gebe heute mein Amt als „Präsident“ ab, als 3. Präsident nach Herrn Landtagsdirektor Harry Andreas Kremer (1993-1996) und Prof. Dr. Werner Gumpel (1996-2002). Ich möchte im Vorstand bleiben, aber werde mit Freude über das in den letzten zehn Jahren Erlebte, über unvergessliche Begegnungen und Erfahrungen bei rund 70 Veranstaltungen und mit Genugtuung über das gestiegene Ansehen sowie über die Entwicklung der DBV (Mitgliederzuwachs um 20% auf fast 100) mein Amt

  • an eine Frau
  • an eine Bulgarin
  • an eine jüngere Generation

übergeben und damit auch neue Impulse, Ideen, Entwicklungen etc. ermöglichen.

Damit geht mein letzter „Bericht des Vorstands“ zu Ende.

Vielen Dank, dass Sie mir so aufmerksam zugehört haben.

Andreas Keiser Präsident