Deutsch-Bulgarische-Vereinigung in Bayern e.V.Das Gesicht Bulgariens in München

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Bericht des Vorstands bei der Mitgliederversammlung 2011Donnerstag, 14.04.2011 18:30 Uhr

Liebe Mitglieder,

vor einem Jahr haben Sie den Vorstand für die zweijährige Amtsperiode 2010-2012 wiedergewählt. Meinen Bericht zur Halbzeit möchte ich wie stets mit einem Dank für meine Mit-Vorstände beginnen. Der Vorstand arbeitet in dieser Besetzung nun schon seit fünf Jahren. Nur durch das gemeinsame zielgerichtete Engagement und Interesse gelingt es, unser unsere vielfältiges Veranstaltungsangebot vorzubereiten und zu verwirklichen. Jeder im Vorstand trägt zum Gelingen bei. Und jedem möchte ich hier dafür auf der MV herzlich danken. Hervorheben möchte ich mit einem besonderen zusätzlichen Dank aber das stete Wirken der Geschäftsführerin der Vereinigung, Vanya Petkova, und der Schriftführerin, Claudia Willerding, die sich in den letzten Monaten um die Öffentlichkeitsarbeit sehr verdient gemacht hat.

Im Mittelpunkt aller Veranstaltungen steht Bulgarien. Der Blick auf den Zustand des Landes und damit auf die Lebensbedingungen dort erfüllt mich mit Sorge. Bulgarien kommt wirtschaftlich und sozial nicht voran. Der Abstand zu den EU-Staaten Mittel- und Westeuropas vergrößert sich sogar wieder. Bulgarien ist mit 44% des Durchschnittseinkommens der EU nach wie vor das „Armenhaus“ EU-Europas und – wie der „Economist“ jüngst feststellte – „der traurigste Ort auf der Welt“. Hier sei ergänzt, dass es in diesen Wochen viel mehr Not und Trauer in Japan gibt.

Noch ein Zitat darf ich anfügen: „Die grassierende Verarmung und wachsende Verzweiflung läßt sie kalt“ schreibt Klaus Schrameyer in einem kürzlich erschienenen Artikel. Sie – das sind kriminelle „Businesmen“, die ein mafiöses Netzwerk über Bulgarien gezogen haben. Die Zukunft verheißt auch keine Besserung. Notwendige Reformen, so im Jusitiz-, Steuer-, Gesundheits- und Sozialbereich werden immer wieder aus Brüssel angemahnt – Reaktionen darauf in Sofia bleiben aus.

Die „Deutsch-Bulgarische Vereinigung in Bayern e.V.“ trägt punktuell dazu bei, die besondere Not bei Familien mit behinderten Kindern zu lindern. Durch eine große Spende der Tanzgruppe Lazarka und einige andere Spenden von Mitgliedern (oder durch sie initiiert) kamen 2010 mehr als 2.100 € zusammen. Knapp 1.000 € davon wurden für medizinische Behandlungen behinderter bulgarischer Kindern bereits verwendet.

Die Mitgliederzahl der Vereinigung steigt. Darüber freue ich mich besonders. Aktuell beträgt sie 95, sieben mehr als vor einem Jahr.

Die DBV hat seit April 2010 sieben Veranstaltungen angeboten, an denen rund 350 Besucher teilnahmen. Sie hat Kulturelles und Musikalisches, Soziologisches und Historisches - alles mit bulgarischem Bezug – präsentiert, den Nachbarn Serbien nähergebracht und den Spielfilm „Missia London“ in München exclusiv präsentiert. Aber auch „Gesellschaftliches“ (Grillfest und Mitgliederausflug nach Coburg) kam nicht zu kurz.

Alle Details (Themen, Referenten und Termine) zu den Veranstaltungen sind aus der verteilten Überblick zu ersehen.

Einige Sätze schon an dieser Stelle zu unserer Finanzlage. Sie hat sich deutlich verbessert. Der „strukturelle“ Überschuss (dabei bleiben die Spendenerlöse und –ausgaben unberücksichtigt) stieg 2010 im Vergleich zum Vorjahr von 250 € auf 800 €, also um mehr als das Dreifache. Dieser Betrag steht – als Übertrag in das Jahr 2011 – für unsere Vereinstätigkeit zusätzlich zu den laufenden Einnahmen des Jahres zur Verfügung.

Einen kleinen Teil davon werden wir in eine Neugestaltung unseres doch sehr in die Jahre gekommenen Internetauftritts stecken. Die Betreuung unserer Internetseite wird künftig die Firma „Pro-Solution-Design“ (Thomas Niemann) aus Rostock ohne Berechnung vornehmen. Die Übergabe der Systemunterlagen hat stattgefunden. Bereits in wenigen Wochen werden Sie das Ergebnis der Verschönerung auf unserer Homepage selbst sehen können. Bitte schauen Sie auch danach immer wieder darauf, es lohnt sich. Über alle Veranstaltungen und Ereignisse mit bulgarischem Bezug, die in Bayern stattfinden (und wir davon Kenntnis erlangen), können Sie sich dort informieren:

„www. deutsch-bulgarische-vereinigung.de“

Investiert haben auch in die Werbung für die Vereinigung und für die einzelnen Veranstaltungen. Ein – wie der Vorstand meint – sehr gelungenes Plakat soll Interesse und Aufmerksamkeit wecken. Über Ideen aus Ihrem Kreis über geeignete „Locations“ zum Aufhängen würden wir uns freuen. Das gilt auch für Vorschläge, wo unsere neuen „Veranstaltungshinweise im Postkartenlook“ ausgelegt werden könnten, die den „Vorstandsverteiler“ (bitte sprechen Sie Frau Willerding darauf an) ergänzen.

Damit bin ich mit dem diesjährigen Bericht des Vorstands am Ende. Sie können ihn übrigens auch in Kürze auf der Homepage nachlesen.

Vielen Dank dafür, dass Sie mir so aufmerksam zugehört haben.

In wenigen Minuten, bei TOP 6, haben Sie Gelegenheit, Ihre Fragen zu diesem Rechenschaftsbericht des Vorstands und dem folgenden Finanzbericht zu stellen.

Andreas Keiser Präsident