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Mitgliederversammlung Protokoll

Bericht des Vorstands 2019


Mitgliederversammlung am 23. Mai 2019



Liebe Mitglieder,


herzlich willkommen zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung und besten Dank für Ihre Anwesenheit an einem der in letzter Zeit raren sonnigen Tagen.

Die Versammlung wurde satzungsgemäß einberufen und ist beschlussfähig. Die Einladung einschließlich Tagesordnung erfolgte fristgemäß.

Nun blicken wir auf ein für die DBV ebenso erfolgreiches wie turbulentes Jahr zurück – einerseits auf überaus gelungene, eindrucksvolle Veranstaltungen, andererseits auf administrative und rechtliche Schwierigkeiten, die dem Vorstand einiges abverlangten. Deshalb möchte ich mich gleich zu Beginn ganz herzlich bei den Vorstandsmitgliedern bedanken, für den Zusammenhalt, die Einsatzbereitschaft und die Flexibilität, die sie an den Tag legten.


Denn mit turbulent meine ich die seit genau einem Jahr recht prekären, weil ungeklärten Verhältnisse im Vorstand, konkret die Besetzung des so wichtigen Schatzmeisteramtes. Lassen Sie mich die Umstände kurz schildern. Bei unserer Versammlung im Mai letzten Jahres, Sie erinnern sich, trat Andreas Keiser nach langjähriger Tätigkeit vom Schatzmeisteramt zurück und wir wählten als Nachfolger Herrn Alexander Tschardakliew, und zwar gleich in doppelter Funktion – als stellvertretenden Vorsitzenden und Schatzmeister. Und damit begannen die Komplikationen, die leider bis zum heutigen Tag noch kein Ende gefunden haben. Es stellte sich heraus, dass die Satzung der DBV dieser Vorgehensweise, Ämter in Personalunion zu führen, nicht entspreche. Da wir allerdings mit Herrn Sarafoff eine solche Union lange Jahre offenbar unbehelligt geführt hatten, waren wir uns dieser aus rechtlicher Sicht plötzlich angeblich nicht rechtmäßigen Wahl nicht bewusst. Nach langwierigem, ermüdendem E-Mailverkehr mit dem Notariat hieß es schließlich, wir müssten die Satzung ändern und die Wahl des Vorstands wiederholen. Das geschah dann auch in unserer a.o. Versammlung am 22. Oktober letzten Jahres. So wurden gleich drei Satzungsänderungen vorgenommen: die bereits im Mai 2018 beschlossenen, ich rufe sie kurz in Erinnerung: die erste betraf die in Kraft tretende Datenschutzverordnung von Mai 2018, mit der zweiten entfielen die Verleihung eines Preises für wissenschaftliche Publikationen sowie die durch Jenny Keiser im Namen der DBV geleisteten Wohltätigkeit für kranke Kinder, und als letztes ging es um die Ergänzung, dass zwei Ämter im Vorstand künftig in Personalunion geführt werden können. Daraufhin dauerte es jedoch weitere fünf Monate, bis die Änderungen offiziell wurden und wir die entsprechenden Unterlagen in der Hand hielten. Während dieser ganzen Zeit, genau ein Jahr, führte Andreas Keiser zuverlässig kommissarisch das Amt weiter. Lieber Andreas, herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, die wir nicht als selbstverständlich erachten! Wie es aussieht, gestaltet sich Ihr Austritt aus dem Vorstand alles andere als leicht, vielleicht wäre es angebracht, ein weiteres Mal einen Abschied zu feiern, denn auch mit Ihrem heutigen Einsatz ist es noch nicht getan. Das tut mir aufrichtig leid, nun bitte ich Sie aber im Namen des Vorstands, uns noch einige Monate Ihre Unterstützung zuteilwerden zu lassen. Ihre informelle Zusage habe ich schon, danke!


Denn, und das ist die nächste unerfreuliche Nachricht, nachdem nun die Formalien endlich erledigt sind, erklärte Herr Tschardakliew vor wenigen Tagen plötzlich und völlig unerwartet seinen Austritt aus dem Vorstand. Gründe führte er keine an, und nun stehen wir wieder ohne Schatzmeister da. Daher an dieser Stelle meine Bitte an alle Mitglieder, uns zu unterstützen und sich für das Amt zu bewerben. Eine entsprechende Ausschreibung wird bald erfolgen. Informell hat sich Alma Rangelova bereit erklärt, das Amt zu übernehmen, im Grunde ist allerdings noch alles offen. Jedenfalls, das kündige ich jetzt schon an, werden wir im Herbst, im Oktober, wieder eine kurze a.o. Mitgliederversammlung einberufen müssen, um eine/n neue/n Schatzmeister/in zu wählen. Die offiziellen Wahlen wären nämlich erst im Frühjahr 2020.


Eine weitere Nachricht, die uns keine Freude bereitet, ist der ebenso kürzlich angekündigte Rückzug unseres Homepage-Operators Thomas Niemann zum Ende dieses Jahres. Darüber sind wir allerdings nicht allzu unglücklich, da sich die Kommunikation mit Herrn Niemann, besonders in letzter Zeit, sehr mühsam und nervenaufreibend gestaltete. Also, sind wir auch hier auf der Suche und richten die Bitte an Sie, uns ggf. jemanden mit den entsprechenden Kenntnissen und Fertigkeiten zu empfehlen bzw. zu vermitteln. Es stehen nämlich notwendige Updates der Website an, die Herr Niemann eben nicht mehr vornehmen möchte. Für Ideen und Vorschläge hierzu wären wir ebenfalls sehr dankbar!


Nun kann ich zum deutlich angenehmeren Teil des Berichts übergehen, zu den Veranstaltungen des vergangenen Jahres, auf die wir stolz sind und deren Organisation nicht unter den im Hintergrund laufenden Unannehmlichkeiten gelitten hat. Das Programm war vielfältig, anspruchsvoll, und die Veranstaltungen entsprechend gut besucht. Es waren insgesamt 6 Veranstaltungen; ein zusätzlich geplanter Clubabend musste leider abgesagt werden, wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir einen solchen bis Ende des Jahres noch auf die Beine stellen können. Dafür hatten wir sonst ausgesprochen prominente Gäste gewinnen können. Insbesondere für die Organisation und Durchführung der Veranstaltungen im Oktober 2018 und im Januar 2019, also zum einen mit der berühmten bulgarischen Dichterin Mirela Ivanova und zum anderen mit dem angesehenen bulgarischen Filmregisseur Stefan Komandarev gebührt bester Dank unserer Schriftführerin Vivian Pramataroff-Hamburger und auch ihrem Mann Prof. Andreas Hamburger. Denn der Einsatz erstreckt sich bei einigen Gästen, wie etwa bei diesen beiden, weit über die eigentliche Veranstaltung hinaus. Dieses außerordentliche Engagement wird so gut wie nie thematisiert, deshalb möchte ich an dieser Stelle umso nachdrücklicher darauf hinweisen und somit die Leistung der Vorstandsmitglieder würdigen. Es wird nicht nur Zeit im Vorfeld wie auch danach investiert, sondern oft auch private Mittel in Form von Einladungen oder gar Übernachtungen, um ein gutes Gelingen zu gewährleisten und die Gäste gebührend zu empfangen und zu betreuen. Nochmals herzlichen Dank für den großzügigen Einsatz!

Als einen weiteren großen Erfolg können wir die März-Veranstaltung mit dem Radio-Journalisten und SOE-Korrespondenten Mirko Schwanitz verbuchen, der in einem inspirierenden Vortrag in Tönen und Bildern über die Kulturhauptstadt Plovdiv sprach und Ausschnitte aus noch nicht veröffentlichen Übersetzungen literarischer Texte ins Deutsche über Plovdiv vortrug. Ein längst fälliger Besuch kam zu Weihnachten zustande, als der Erzpriester Nedjalko Kalinov über die Kooperationen, Probleme und das vielseitige soziale Engagement der Bulgarisch-Orthodoxen Kirchengemeinde „Kliment Ohridski“ in München berichtete. Abgerundet wurde die Weihnachtsveranstaltung vom bulgarischen Folklore-Chor „Lazarka“. Nicht Bulgarien, sondern einem anderen slawischen Volk widmeten wir die Veranstaltung im letzten Mai, nämlich den Lausitzer Sorben. Damit wichen wir zwar vom gewohnten Programm ab, gewannen aber einiges an Wissen und Eindrücken mit dem gehaltvollen Vortrag der Historikerin Lubina Mahling aus Dresden. Und zu guter Letzt unser jährliches, bereits neuntes Grillfest, das auch nicht unerwähnt bleiben darf. Vor allem deshalb nicht, weil ich schon jetzt ankündigen möchte, dass wir ab diesem Sommer für das Grillfest ein neues Lokal ausgesucht haben. Grund sind die zahlreichen Beschwerden von Mitgliedern über das „Moosacher Paradies“, die an uns herangetragen wurden. Einzelheiten über das neue Lokal erhalten Sie bald auf dem üblichen Weg.


Nun zu den Mitgliederzahlen: leider haben wir zum Ende 2018 ganze 10 Austritte zu verzeichnen. Gewonnen haben wir 3 neue Mitglieder, viel zu wenig im Vergleich; momentan ist die „magische Grenze“ von 100 mit aktuell 93 Mitgliedern unterschritten; daher auch erneut die Bitte an alle, zur Popularisierung der DBV nach Möglichkeit beizutragen, damit wir mehr neue Mitglieder gewinnen können.


Damit bin ich fast am Ende meines Jahresberichts. Wie es um unsere finanzielle Situation bestellt ist, erfahren wir gleich aus dem Finanzbericht des kommissarisch vertretenden Schatzmeisters Andreas Keiser. Im Anschluss können Sie dann Fragen zu beiden Berichten stellen.


Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und Geduld! Abschließend möchte ich noch an die anschließende Veranstaltung ab 19 Uhr erinnern und viel Vergnügen wünschen beim Vortrag des angesehenen Vertreters der bulgarischen wissenschaftlichen und politischen Öffentlichkeitselite Petar Stoyanovich über Leben und Tätigkeit des Fürsten Ferdinand.


Katerina Gehl


Präsidentin DBV

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