Rückblick Ein bunter Blick auf Bulgarien 09.10.2024 18:30 Uhr Maria Kasimiva-Moase Eine Frage der Würde (BG 2023) Treffen mit Milena Fuchedzieva Vorweihnachtliche Konzert Klavier und Violine , 7. Dezember 2023 um 19:00 Bulgarien aus erster Person - Vortrag und Buchvorstellung, präsentiert von langjährigem Mitglied der DBV Prof. Dr. Juliana Roth Phi 1.618 Sommerfest VASIL Die Zwangsarbeit in Bulgarien (1941 – 1962). Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren, im Namen des Vorstands möchte ich Sie ganz herzlich zu unserer Gemeinschaftsveranstaltung mit der Südosteuropa-Gesellschaft e.V. am 20. März 2014 einladen. Als Referentin konnten wir Prof. Ana Luleva, Bulgarische Akademie der Wissenschaften, gewinnen, mit einem Vortrag über ein hochbrisantes wie heikles Thema: Die Zwangsarbeit in Bulgarien (1941 – 1962).Erinnerungsorte und Erinnerungsgemeinschaften im Postsozialismus Spielfilm 2003, Regie und Drehbuch Ivan Nichev, 112 Min., Bulgarisch mit englischen Untertiteln Donnerstag, 20. März 2014, 18:30 Uhr Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ) Amalienstraße 38, München-Schwabing (U3/U6, Bus 154 bis Universität) Der Vortrag ist der Erinnerung an die Zwangsarbeit in Bulgarien gewidmet, die während zweier unterschiedlicher politischer Regimen praktiziert worden ist. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs sind vor allem bulgarische Juden sowie Aktivisten linker Parteien in den Arbeitslagern isoliert worden. Nach dem Machtwechsel 1944 nutzten dann die ehemaligen Lagerinsassen mit linker Orientierung erfolgreich die Haft als symbolisches Kapital in ihren Biografien. Bis 1962 wurde die Praxis der Zwangsarbeit von der kommunistischen Macht als Mittel zur Vernichtung politischer Gegner fortgesetzt. Bis 1989 fehlt allerdings das Thema Arbeitslager im kollektiven Gedächtnis. Die sozialistische Geschichtsschreibung erachtete es nicht einmal als bedeutendes Kapitel der Kriegszeit. Erst nach der Wende avancierte es zu einem wichtigen Teil der öffentlichen Debatte. Die Erinnerung verwandelte sich in eine Arena politischer Kämpfe und konkurrierender Erinnerungsgemeinschaften. Der Vortrag stellt die Ergebnisse der Forschungsarbeit zur gegenwärtigen Erinnerungskultur in Bezug auf die Zwangsarbeit in Bulgarien vor und konzentriert sich vor allem auf einen symbolisch stark geladenen Erinnerungsort: das Lager Belene. Prof. Ana Luleva studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Universität St. Kliment Ochridski in Sofia, promovierte am Institut für Ethnografie und Folklore bei der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, wo sie bis 2004 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Seit 2005 ist sie Dozentin und Leiterin der Abteilung Ethnologie der sozialistischen und postsozialistischen Gesellschaften am gleichen Institut. Anschließend sind Sie, wie immer, zu einem Umtrunk im Clubraum des IBZ eingeladen. (Kostenbeitrag für Gäste: € 8,--/Studierende € 2,50) Mit freundlichen Grüßen, Katerina Gehl Bildergalerie